
M ÖGLICHER URSPRUNG DES NAMENS NEIDHART NITHART ....
EINE THEORIE UND EIN ERKLÄRUNGSVERSUCH
Im 25-seitigen Artikel „Neydhart – Eine kulturgeschichtliche Studie von Otto Stöber“ findet man umfassende Angaben zu diesem Namen. Themen dieses Aufsatzes sind unter anderem die Herkunft, Namensträger aus den Jahren 777 bis 1700 und die Veränderung des Namens bis in die Neuzeit. Die Folgerung dass Neydhart als ältester Name gelten könnte, muss als mögliche Theorie angesehen werden und regt zum Forschen und Diskutieren an.
Der folgende Text ist eine Abschrift der Einleitung in welchem Otto Stöber seine Mutmassungen erklärt.
Dank an Leopold Neudhart aus Wien, der den Sonderdruck aus „Ewiges Neydharting“ zur Verfügung stellte.
NEYDHART
A. Namens-Forschung
Der Name Neydhart ist durchaus nicht willkürlich erfunden, sondern keltisch-germanischen Ursprungs und bedeutet soviel wie „der Kampfstarke, der Feste, Entschlossene, Eifrige, der Jagdgeniessende“. Sein Stamm aber liegt Äonen weiter zurück – etwa im Atlantischen Kulturzentrum. Er hat in der Schreibweise im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende wohl manchen Wechsel erfahren, denn einmal hiess es neuta, neot, niut, neozzo, niuzilo (Niuzilinga), Nezidhart, niezlius (lat.), dann Neydhard, Nythart, dann wieder Nydhart oder Nythard, später Neitthart, Neidhart, Neidthardt, nitert, Naytert, Neuthard, Neuthart, nitard, nittart, Nidhart, Nihithard, nitho, Nythard, Nyhard (angelsächsisch wurde daraus Nidhaerd).
Dem männlichen Prinzip des „nit“
steht aber, wenn auch seltener gebraucht, die weibliche Form in „nid“ gegenüber.
Im Ur-Rechtswesen der indogermanischen Arier bedeutet „nid“ vor allem die
Muttergöttin und daher gibt es in Österreich und Süddeutschland unter den
Rauhnächten auch die „Nidelnacht“, also die Mutternacht der lebensfeurigen
Vulvagöttin, deren sinndeutliche Festspeise die „Nideln“ sind, nämlich
gestandener Milchrahm, von dem man etwas der vorüberrauschenden Frau Perchta als
Opfer auf das Dach des Hauses legt.
Die Standesbeamten und die
katholischen Pfarrämter haben sich in neuerer Zeit auf die Schreibweise Neidhart
geeinigt (Namenstag: 3. Feber), doch hat die oberösterreichische Landesregierung
nach Anhörung der zuständigen fachlichen und wissenschaftlichen Stellen, vor
allem des Landesarchivs, die Schreibweise Neydharting anerkannt.
Der Name klingt gut, er ist selten
– ist aber durchaus im Begriffe, wieder modern zu werden, nachdem er viele
Jahrhunderte in Bayern und im bayrischen Innviertel traditionsgebunden in
gewissen Gegenden vertreten war. In Deutschland gibt es heute noch ein
„Neydhartshausen“* (nitharteshusen), Neidhardstal u.v. a. In Österreich stehen
die Ortsnamen Neidhäuser (Schwarz), Neuratting (Ried i. Innkr.) und
Neidnacherhütte (Reutte) im Zusammenhang mit dem Namen Neydhart.
Es wäre sprachgeschichtlich recht
interessant, dem Zusammenhang zwischen den Kelten und den Ägyptern, die ebenso
wie die indianische Maya-Kultur ihren Ursprung in der etwa zwischen Amerika und
Europa gelegenen Insel Atlantis hatten, nachzugehen, denn die keltische Silbe
nit oder neit bedeutet auch die Kampfkraft der Sonne, und die Ägypter nennen
ihre vorzüglich in der Nildeltastadt Sais verehrte Kriegs- und spätere
Sonnengöttin Neïth. Diese Gottheit wurde als doppelgeschlechtlich in dem Sinne
angesehen, dass sie sich im Schöpfungsakt allein selbst genügt und also
höchstselbst zeugend ist. Ihr war der karpfenartige Latosfisch, der nur in
moorigen Sümpfen leben kann, heilig, und ihr Kampfsymbol ist das Schild mit
einem Paar gekreuzter Pfeile (oder Pferde?), die den Sonnenrädern (Hakenkreuzen)
der Keltogermanen nicht unähnlich sind. Die Ägypter veranstalteten ihr zu Ehren
im Morastgebiet des Nils jährlich einmal das von Herodot so prachtvoll
geschilderte Lampenfest, wobei alle Städte gleichnisweise aus dem zähen Dunkel
gezogen wurden. (Neïth wurde von den Griechen dann mit Athene verglichen.)
Es ist durchaus denkbar, dass die keltische Wortbedeutung für „Kampf“ und „siegreiche Sonne“ gleichbedeutend ist mit den ägyptischen und indianischen Gedanken hierüber...und damit wird Neydhart zum ältesten Namen der Welt!
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Das Buch von Otto Stöber enthält u.a. sehr interessante Ausführungen über die Entstehung und Schreibweise des Namens Neidhart / Nithart
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